Finn Hartstein überstrahlt die Wildwasser-WM der Junioren

Finn Hartstein überstrahlt die Wildwasser-WM der Junioren
Champion der Champions wurde bei den Wildwasser-Weltmeisterschaften im österreichischen Lofer Finn Hartstein mit dreimal Gold und einmal Silber. Damit ist der 18-jährige Kajakfahrer vom KCD Düsseldorf vor dem Franzosen Ronan Cordier und der Tschechin Martina Satkova der erfolgreichste Teilnehmer der Junioren-WM.

„Eigentlich fingen die Weltmeisterschaften eher verhalten", so Hartstein resümierend. "In meiner Spezialdisziplin dem Classicrennen hatte ich mit dem Boot einen Spitzentreffer, verletzte mich dabei und verlor viel Zeit, wobei ich mich über Silber nicht beschweren kann. In den Teamrennen lief es viel viel besser. Wir waren optimal vom Coach eingestellt und hatten sowohl im Classic als auch im Sprint die beste Taktik.“


Den Höhepunkt setzte Hartstein dann aber im Einzel-Sprint. Schon im Vorlauf zeigte der Düsseldorfer auf der 300m-langen Strecke zwischen Hubertuswalte und Daxbau sein Können und fuhr mit 1:11,32 min auf Platz 1. Den Slowenier Rok Markocic ließ er mit einer Sekunde Abstand hinter sich. Im Endlauf legte der Slowene dann mit 1:11,55 min eine bessere Zeit vor, sodass Hartstein mindestens an diese Leistungen wieder heran kommen musste.

 

„Meine Arme waren schon am Start ganz schön schwer und eigentlich hatte ich kein gutes Gefühl“, meinte Hartstein nach dem Rennen. „Dann erinnerte ich mich an die Worte meines Trainers, der zu mir sagte: Hör auf zu denken. Einfach nur Ballern“. Das musste ich mir dann auch kurz vor der Ziellinie zu Herzen nehmen, da ich kaum noch Körner hatte.“  

Die Zeit blieb bei 1:11,01 min stehen, was den dritten Titel für Hartstein bedeutete. Das deutsche Team allen voran Junioren-Nationalcoach Ralf Beerschwenger nahm Hartstein direkt in die Arme und feierte den vierten deutschen Titel.
„Ich hatte vor der WM gesagt, dass wir drei Medaillen holen“, so Beerschwenger. „Nun sind es fünf, weil wir gerade den Kajakherren-Bereich dominiert haben. Mein Dank gilt aber vor allem den Trainern und Fans.“

Im Medaillenspiegel platzierte sich das deutsche Wildwasser-Team am Ende der Weltmeisterschaften auf dem dritten Platz hinter Tschechien und Frankreich.

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