Wildwasser WM in Baja Luka

Noch 3 Tage Vorbereitung für das Wildwasserrennsport Team des DKV bis zum ersten Rennen bei der WM in Banja Luka. Heute, am Montag, steht für die Athleten neben dem üblichen Streckentraining die Bootsvermessung an. Boote, Helme und Schwimmwesten müssen den Wettkampfregeln entsprechen. Vor allem beim Boot gilt es mit den Trimmgewichten knapp über dem Mindestwert zu liegen. Am Abend werden noch die Sprintspezialisten beim offiziellen Nachtsprinttraining unter Flutlicht auf dem Vrbas Fluss die Strecke trainieren. Eine Besonderheit bei dieser WM – die Finalläufe werden am Samstag ab 21 Uhr statt. „Zwar wird das Wasser im Dunkeln genauso abfließen wie im Hellen, aber die Sichtverhältnisse bei Flutlicht sind eben speziell, da gilt es sich dran zu gewöhnen“ definiert Sprinttrainerin Jana Huppertz die Aufgabe für die abendliche Trainingseinheit.


 

Am Morgen hat sich die Mannschaft bereits auf die Classicrennen am Donnerstag und Freitag vorbereitet. Bei einer Rennsimulation wurden die Zwischenzeitstellen von den Trainern ausprobiert, von Diagnosetrainer Dennis Drieschner ausgewertet und vor Ort die Kommunikation mit den Athleten getestet: Das bei der EM 2015 bewerte Konzept wird übernommen.

Für die Classicrennen im Einzel sind wir voll im Plan, stellt Simon fest. Auch die Kajak-Mannschaften harmonieren bereits sehr gut. Nur in den Canadier-Mannschaften gibt es noch leichte Abstimmungsprobleme. Vor allem den schweren C2s macht das Schiebewasser des Vrbas zu schaffen. „Wenn die einmal weglaufen, sind die nur schwer wieder auf Kurs zu bringen, das kostet Kraft und Geschwindigkeit“, weiß Bundestrainer Gregor Simon, der selber zahlreiche Erfolge im C2 eingefahren hat.

Vor allem in den Classicrennen geht das DKV Team als Favorit in die WM. Die EM letztes Jahr an gleicher Stelle hatten Sie mit 7 von 10 möglichen Titeln dominiert. „Die Erfolge vom letzten Jahr zu wiederhohlen wird schwer, aber nicht unmöglich. Neben den erfahrenen Classicspezialisten haben wir einigen junge Athleten im Team, die die Schwächen die wir im Sprint in der Vergangenheit gezeigt haben, wettmachen können“, analysiert Ressortleiter Achim Overbeck. „Alle Athleten sind gesund und die Stimmung im Team, das in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Masternationalmannschaft umfasst, ist top.“

In den verbleibenden Tagen vor den Wettkämpfen wird nach den Vorbelastungen die Regeneration in den Vordergrund rücken. Statt der Athleten wird dann Physiotherapeut Michael Fey, der die Nationalmannschaft seit 2004 begleitet, vermehrt ins Schwitzen kommen.