Ressorttagung März 2021

Ressorttagung März 2021: Das Wichtigste in Kürze

Wie bereits im Oktober des vergangenen Jahres wurde auch diese Ressorttagung des Wildwasserrennsports digital abgehalten. Über welche Themen diskutiert wurde, welche Neuerungen es gibt und welche Auswirkungen das hat, lest ihr im Folgenden:

Für gute Stimmung sorgte die Nachricht vom DOSB, die Anfang März in der DKV Geschäftsstelle eingegangen war: Wildwasserrennsport erfüllt für 2021 die Fördervorrausetzungen!

Für internationale Wettkämpfe im WWR sind aus der Sicht des DKV signifikante Änderungen geplant und teilweise bereits beschlossen. So ist die Bootmindestbreite abgeschafft worden und die Möglichkeit für Massenstarts in den Regularien geschaffen worden. Diese Veränderungen wurden von allen Anwesenden der Ressorttagung wiederholt äußerst kritisch aufgefasst. Die Idee, durch den Wegfall der Mindestbreite und der daraus resultierenden Öffnung der Rennen auch für Slalomboote und Creeker hält die Ressorttagung für die falsche Strategie zur Entwicklung unserer Sportart. Außerdem werden die nötigen Entwicklungskosten, zwangsläufig auf die Käufer und damit auf die Vereine und Athleten umgelagert, wodurch vor allem die durch die Corona-Krise finanziell geschwächten Vereine unnötig zusätzlich belastet werden. Ebenfalls zur Thematik des Massenstarts ist sich die Ressorttagung einig: Wenn viele Athleten gleichzeitig starten, steigt nicht nur das Verletzungsrisiko stark an, sondern kann ein fairer Wettkampf und ein Vergleich unter gleichen Bedingungen nicht mehr gewährleistet werden.

 

Deshalb setzt sich die Ressortleitung und die Mitglieder des Ressorts gemeinsam mit den Kanuverbänden anderer Nationen dafür ein die Mindestbreite auf allen Ebenen wiedereinzuführen und die verbreiteten Massenstarts bei internationalen Wettkämpfen aus den Regularien zu entfernen.

 

Auch die vom Trainerrat an die aktuelle Situation angepassten Qualifikationskriterien wurden vorgestellt. Die Teams für Junioren und U23 WM in Solkan und die EM in Leon sollen maßgeblich anhand von Qualifikationsläufen am 12. Juni, voraussichtlich in Bad Kreuznach, und am 13. Juni im Rahmen des traditionellen Abfahrtsrennens auf der Lahn bei Diez ermittelt werden. Für die Sprint WM in Bratislava solle es eine Qualifikation am 24. und 25. Juli in Markkleeberg geben.

 

Ein Hauptanlass für die Tagung war die Ankündigung von Achim Overbeck ab dem Jahresende nicht mehr als Ressortleiter in bekannter Weise zur Verfügung zu stehen. Das Aufgabenspektrum eines Ressortleiters wurde daher vorgestellt, so dass potentielle Nachfolger nun wissen, was auf sie zukommt. Eine Diskussion über konkrete Personen wurde vertagt. In den nächsten Wochen müssen nun Hintergrundgespräche über die zukünftige Verteilung der Aufgaben und Verantwortung geführt werden. Auch Achim Overbeck selbst hat die Mitarbeit in einigen klar definierten Teilbereichen der Ressortleitung nicht ausgeschlossen.

Bei dieser Tagung war auch Silke Gerhard, Ressortleiterin Kanu-Slalom, zu Gast, die über die Sportart „Boater Cross“ berichtete. Diese wird 2024 in Paris erstmalig als olympische Sportart ausgetragen werden. Für die Zusammenstellung einer deutschen Mannschaft ist ein Qualifikationswettkampf am Himmelfahrtswochenende in Lofer geplant. Zu dieser Veranstaltung sind auch ausdrücklich Wildwasserkanuten eingeladen.

Die aktuelle Situation erschwert weiterhin eine langfristige Planung von nationalen und internationalen Wettkämpfen und Veranstaltungen, deshalb wurden zum Ende der Tagung die Durchführung von und Teilnahme an Wettkämpfen diskutiert und überdacht. Den aktuell gültigen Terminplan findet Ihr, wie gewohnt, unter dem Reiter Termine.