Weltmeisterschaften 2008

Weltmeisterschaften Kanu-Wildwasserrennsport

auf der Dora Baltea in Ivrea (Piemont)

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Bericht World Master Race hier

aktuelle Infos:

Sonntag: Sprint Team

Bronzemedaille für das C1 Herren Team
Bronzemedaille für K1 Damen Team

Zweier-Canadier fahren mit Problemen im ersten Lauf und verlieren bereits 7 Sekunden auf einen Podiumsplatz. Im zweiten Lauf bleiben sie fast fehlerfrei können ihren Platz aber nicht mehr verbessern und bleiben vierte. Es siegte die Mannschaft aus Frankreich vor Tschechien und der Slovakei.
Mit einer souveränen Fahrt sichern sich die deutschen Damen die Poleposition nach dem ersten Lauf und dürfen als letzte Mannschaft die Rennen um die Weltmeisterschaft beenden. Ein Fehler im letzten Streckenabschnitt kostete viel Zeit und sie konnten die Siegerzeit der Franzosen und der Engländerinnen nicht mehr unterbieten. Das deutsche Team mit Manuela Stöberl, Sabine Füßer und Silke Kassner kam auf Platz drei.

Das deutsche Team beendet die Weltmeisterschaft mit insgesamt 11 Medaillen (2x Gold, 5x Silber und 4x Bronze) und gewinnt außerdem die Gesamtwertung um den Nationencup der Classicwettkämpfe.

Am letzten Tag der Weltmeisterschaften im Kanu-Wildwasserrennsport ging das Team des deutschen Kanuverbandes weiter auf Medaillenjagd. Für alle Teams galt es nun erst einmal überhaupt zwei Läufe bis ins Ziel zu bringen. Bereits im ersten Lauf gab es wieder einige Ausfälle auch bei den großen Nationen wie Frankreich und Italien. Das Team der Kajakherren mit Tobias Bong und den Brüdern Niels und Sebastian Verhoef lagen, trotz eines Fahrfehlers auf der anspruchsvollen Strecke bereits nach dem ersten Lauf in aussichtsreicher Position auf Platz vier mit nur einem geringen Rückstand auf einen Podiumsplatz. Sie setzten alles auf den zweiten Lauf. Kurz vor dem Ende des schwierigsten Teils der Strecke verlor Niels Verhoef die Ideallinie und konnte sein Boot nur mit Mühe wieder in Schwung bringen. Das deutsche Team kam dann zwar mit Bestzeit ins Ziel, allerdings konnten die nachfolgenden Teams aus Slovenien, Österreich und Italien ihre Zeit nochmals unterbieten. Das deutsche Team gewann somit nur Blech.

Im Einer-Canadier kam das Weltmeisterteam der Classicstrecke im ersten Lauf nicht gut zurecht, machte viele Fehler und konnte sich dennoch auf den ersten Platz schieben, da auch niemand der übrigen Nationen die Strecke ohne Drehungen und Kenterungen bewältigen konnte. Im zweiten Lauf wollten sie, um nichts zu riskieren, mit größerem Abstand zwischen den Booten fahren. Nachdem das französische Team einen fehlerfreien zweiten Lauf absolvierte mussten die deutschen nachlegen. Im letzten Teil der Strecke drehte sich Dominik Pesch und sie verloren dadurch wertvolle Zeit. Das C1-Team rutschte noch auf den Bronze-Platz zurück. Normen Weber machte dieser Medaille seine Sammlung bei dieser WM komplett, indem er Gold im Classicteam, Silber im Classiceinzel und Bronze im Sprintteam gewinnen konnte.

Die Teamrennen der K1 Damen und C2 Herren werden um 16:00 Uhr gestartet.

 



Samstag: Sprint Einzel

Bronzemedaille für Sabine Füßer

 

 

Große Aufregung im Feld der Kajak-Damen. Als erste deutsche Dame ging Birgit Bach ins Rennen. Sie kam nach einem mäßigen ersten Lauf und einem Dreher im zweiten auf Platz 20.
Kurz vor Manuela Stöberl kenterte eine japanische Fahrerin und behinderte sie. Ein Protest des deutschen Teams ermöglichte ihr einen Neustart, der ihr im ersten Lauf einen 19. Platz einbrachte. Im zweiten Lauf verbesserte sie sich auf den 12. Platz.
Auch Silke Kassner drehte sich im zweiten Lauf und belegte im Endklassement Platz 17 und qualifizierte sich somit auch für eine Teilnahme am morgigen Teamrennen.
Als fünftbeste erreichte Sabine Füßer eine gute Ausgangsposition für den zweiten Lauf. Hier gelang ihr dann ein fehlerfreier Lauf und sie konnte sich hinter Petra Slovakova aus Tschechien und Nathalie Gastineau aus Frankreich die Bronzemedaille sichern.
Im Feld der Zweier-Canadier erreichten Schmitz-Knippling und Trzoska-Göbel die Plätze 8 und 9.

 

Spannung bei den Kajak- Herren auf der Sprintstrecke

Niels Verhoef verpasst mit zwei grandiosen Läufen nur knapp das Podest und landet auf Platz vier. Im ersten Lauf kostete ihn ein kurzer Fehler im oberen Teil der Strecke wertvolle Zeit und er startete als siebter in den zweiten Lauf. Dort gelang ihm auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke eine fehlerfreie Fahrt, die ihn dann noch auf Platz vier vorschob. Es gewann der Slovene Tomislav Leban vor Rudy Gerard aus Frankreich und Tomas Slovak aus Tschechien. Der Kölner Sebastian Verhoef lag nach dem ersten Lauf noch aussichtsreich auf Platz vier, konnte seinen Platz aber nicht halten und fiel auf Rang 10 zurück.


Tobias Bong konnte sich im zweiten Lauf ebenfalls noch auf Platz 19 verbessern. Benjamin Theek hatte im ersten Lauf großes Pech. Er wurde von einer Welle erwischt und verlor durch eine Ehrenrunde im Kehrwasser viel Zeit. Im Endresultat erreichte er Platz 34.
Im Feld der Einer- Canadier zeichnete sich bereits im ersten Lauf ab, wie schwierig die Stecke ist. Als erster deutscher Fahrer kenterte Martin Ulrich im mittleren Teil der Strecke, musste sein Boot verlassen und fiel somit auch aus der Wer. Julian Rohn fädelte an gleicher Stelle ins Kehrwasser ein und verlor wertvolle Zeit, die er auch im zweiten Lauf nicht mehr aufholen konnte. Dominik Pesch verlor sein Gleichgewicht und musste durch eine halbe Eskimorolle durchführen, um wieder weiterfahren zu können. Mit einem guten zweiten Lauf erreichte er Platz 12. Auch Normen Weber kenterte an gleicher Stelle, rollte aber sofort wieder hoch und konnte seine Fahrt ohne größeren Zeitverlust fortsetzen. In den zweiten Lauf ging er dann als Drittplatzierter, wo er direkt am Beginn der Strecke einen Fehler machte, das Boot querstellte und nicht mehr richtig in Fahrt kam. Er landete im Endklassement auf Platz 7.

Die Sprintrennen der Damen K1 und Herren C2 wurden auf den Nachmittag verlegt.

Freitag: Classic Team

Gold für Normen Weber, Dominik Pesch und Julian Rohn
Silber für Stephan Stiefenhöfer, Sebastian Verhoef, Tobias Bong
Silber für Andree-Driesch, Schmitz-Knippling,
Silber für Manuela Stöberl, Silke Kassner, Sabine Füßer


Auch am zweiten Tag der Weltmeisterschaften der Wildwassersportler in Ivrea konnten das deutsche Team vier Medaillen einsammeln. Bei den Rennen der Einer- Canadier siegte das deutsche Team souverän mit einem Vorsprung von über 20 Sekunden vor der Mannschaft aus Tschechien. „ Ein traumhaftes Erlebnis bei dieser Kulisse“ meinte Dominik Pesch bei seiner ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft überglücklich im Ziel. Ebenso freute sich auch sein Vereinskamerad Normen Weber über seinen ersten Weltmeistertitel, sowie Julian Rohn.
Im Zweier-Canadier wurde es spannend zwischen den Teams aus Deutschland und Frankreich. Mit einem knappen Vorsprung von 4 Sekunden konnte sich das Team aus Frankreich im Ziel durchsetzen und das deutsche Team mit Tobias Trzoska – Jannik Göbel, Ulrich Andree- Patrick Driesch und Maik Schmitz – Nils Knippling holten die Silbermedaille.
Im Kajakrennen der Herren hatten Sebastian Verhoef, Stephan Stiefenhöfer und Tobias Bong beste Chancen zu gewinnen. Als letzte gestartete Mannschaft erhielten sie die Zwischenzeiten der vor ihnen fahrenden Teams. Im Ziel allerdings verfehlten sie die Zeit der Tschechen um 0,8 Sekunden und sicherten sich ebenfalls die Silbermedaille.
Noch knapper ging es im Feld der Damen zu. Hier kamen Manuela Stöberl, Silke Kassner und Sabine Füßer mit einem Rückstand von 0,1 Sekunde ins Ziel und erreichten somit ebenfalls Silber hinter dem Team aus Frankreich.
Mit 8 Medaillen zählt das deutsche Team derzeit zur besten Nation auf der klassischen Distanz.
Beim morgigen Sprint auf der technisch schwierigen Slalomstrecke in Ivrea werden die Karten neu gemischt und es alles möglich für das deutsche Team.

Donnerstag:

 

Gold für Andree-Driesch
Silber für Normen Weber
Silber für Stephan Stiefenhöfer
Bronze für Manuela Stöberl

 

Großartiger Auftakt für die deutsche Nationalmannschaft am ersten Tag der Wildwasserweltmeisterschaften. Das deutsche Team konnte in allen Kategorien Medaillen einsammeln. Gleich im ersten Rennen der Einer- Canadier konnte Normen Weber erreichte Normen Weber nach einem packenden Finish die Silbermedaille hinter Emil Milhram aus Kroatien. Bestens konnten sich auch die weiteren deutschen Fahrer Julian Rohn, Dominik Pesch und Martin Ulrich auf den Plätzen Fünf, Sechs und Sieben platzieren.
Spannend wurde es im Feld der Zweier-Canadier. Vorjahresweltmeister Uli Andree und Patrick Driesch wollten ihren Titel verteidigen und gingen bedingt durch die festgelegte Startreihenfolge in der Mitte des Feldes an den Start. Sie kamen mit Bestzeit ins Ziel und das Zittern begann. Aber kein Boot konnte die Düsseldorfer noch abfangen und sie gewannen souverän die erste Goldmedaille für das deutsche Team bei diesen Weltmeisterschaften. Das Siegburger Boot mit Maik Schmitz und Nils Knippling musste sich mit Blech zufrieden geben, ebneso wie Tobias Trzoska und Jannik Göbel auf Platz 7.
Bei den Herren im Kajak siegte der Lokalmatador Maximilian Benassi aus Italien. Überglücklich kam Stephan Stiefenhöfer als zweiter ins Ziel und konnte seine erste WM-Medaille in einem Einerkajak feiern. Tobias Bong verpasste mit einer knappen Sekunde Rückstand das Podest und landete auf Rang vier, war aber dennoch überglücklich mit seiner Leistung als jüngster Fahrer im Team. Sebastian Verhoef erreichte Platz neun und Benjamin Theek Platz 15.
Bei den Damen gewann wie schon erwartet die Schweizerin Sabine Eichenberger vor Katerina Vacikova aus Tschechien. Für viele überraschend, kam Manuela Stöberl als dritte ins Ziel und freute sich riesig. Fünfte wurde Sabine Füßer und gute siebte Silke Kassner. Birgit Bach erreichte Rang 14.
Das ganze Team ist mit der heutigen Ausbeute sehr zufrieden und darf aufgrund der Ergebnisse im Classic auf weitere gute Resultate in den morgigen Teamrennen hoffen.

Live Resultate unter http://123result.com/default.aspx



Montag:
Das deutsche Team ist mittlerweile in Ivrea eingetroffen. Ein Training dort ist derzeit nicht möglich, da die Dora Baltea nach schweren Regenfällen wenige Tage zuvor starkes Hochwasser führt und eine Befahrung des Flusses offiziell verboten wurde. Die Sportler staunten nicht schlecht, als sie ankamen und das pulsierende Wasser zwischen den beiden Brücken in Ivrea sahen, dort wo sie noch vor drei Wochen auf einer Art See locker stromauf fahren konnten, peitschen die Wellen und Löcher um die Wette. Mittlerweile fällt das Wasser stetig. Das Organisationskomitee wird sich am Montag zusammensetzen und über den weiteren Verlauf der WM entscheiden. Derzeit geht man noch davon aus, dass sich der Wasserstand innerhalb von zwei Tagen auf ein befahrbares Niveau reduziert.

Auf einem nahe gelegenen See bereiten sich die Sportler nun weiter auf den Einsatz bei der Weltmeisterschaft vor.




 

Informationen auch unter www.ivrea2008.com