Kanu Wintercupserie nach vier Läufen zu Ende

Frost, Wintersonne und Eis begleiteten die wackeren Wildwasserrennsportler in den insgesamt vier Läufen von November bis Anfang März. Hart war auch der Modus der Kanu-Wintercupserie 2012/2013. Das Skilanglaufrennen nach dem Kanurennen auf der Tiroler Ache hatte sich bewährt. Es hatte in Kössen stattgefunden, nur einen Steinwurf von der Tiroler Ache entfernt. Immerhin waren 23 Läuferinnen und Läufer am start.

Pech gehabt, wer ein oder zwei Läufe auslässt oder Glück des Tüchtigen, der/die jene alle Läufe fährt und höchst-wahrscheinlich mit einem Gesamtsieg belohnt wird. Die Auswertung wurde mit allen vier Läufen gemacht.

Der erste Lauf fand Ende November 2012 in Straubing nach der Sportwartetagung statt.

 

24 Teilnehmer fanden sich ein und Organisator Peter Meinhardt hatte eine lange und abwechslungsreiche Wettkampfstrecke in der Straubinger Stadtschleife ausgesucht. Es  gewann im Kajakeiner der Passauer Thomas Hölscher, knapp vor Jesko Klammer, TG München.

Bei der Tagung war man sich einig wieder ein Skilanglaufrennen auszurichten. Am 20. Januar traf man sich zuerst an der Schlechinger Straßenbrücke und gut 27 Rennfahrer starteten in der verschneiten Winterlandschaft auf der Tiroler Ache bis nach Marquartstein. Jan Burgdorf gewann knapp vor seinem Vereinskameraden Robert Ernst (beide TG München) vor dem Vorjahressieger Volker Seibel aus Wiesbaden das Kanurennen. Schnellste Damenfahrerin war Manuela Stöberl vom KK Rosenheim, vor ihrer Vereinskameradin Maria Hollerieth.

Dann setzten sich die meisten Paddler nach Kössen um. Konrad Hollerieth suchte die Skilanglaufstrecke am Ortsrand von Kössen bei der „Ewigkeitswiese“ aus. Diesmal war die Strecke mit nur vier Kilometern sehr kurz. Mit einem diesmal knappen Vorsprung gewann der Neuseeländer Peter Moysey vor Ernst Robert aus München in 12.04 Minuten. Der Wunsch ist da, die Skilanglaufstrecke beim nächsten Lauf bis 20 Minuten Laufzeit zu verlängern.

Der dritte Lauf war Ende Februar in München/Thalkirchen mit nur sechs Teilnehmern. Auf der flachen Isar hatte Jesko Klammer eine sehr lange Strecke ausgewählt. In vier Runden und kräfteraubenden Aufwärtspassagen war die Durchschnittszeit bei 70 Minuten gelegen. Sieger wurde von der TG München Jan Burgdorf (58,13 Min.) vor seinem Vereinskameraden Jesko Klammer. Ursachen der geringen Teilnehmerzahl waren einige ungünstige Zufälle wie krankheitsbedingte Ausfälle, anderweitige Aktionen und Verhinderungen.

Der vierte und gleichzeitig der Endlauf war am 3. März  in Rosenheim auf dem Hammerbach, mit 17 Teilnehmern. Konrad Hollerieth und Toni Prijon hatten den Endlauf  in Rosenheim bestens organisiert. Sieger und gleichzeitig Gewinner des Wintercup bei den Herren Leistungsklasse wurde der Passauer Thomas Hölscher, deutlich vor den starken Jugendfahrern Tim Frait und Niko Paufler (beide TV Passau). Mit Gesamtrang fünf kam Maria Hollerieth als Damensiegerin des Cups ins Ziel. Bei der weiblichen Jugend gewann Eva-Marie Gottwald vor der Klassensiegerin Isabell Prijon den Wintercup. Hier zahlte sich der Fleiß aus, an drei Wintercuprennen teilzunehmen.

Bei den Senioren C (50-59 Jahre) war es spannend. Beim Start waren Peter Meinhardt, Straubinger KC und Ressortleiter Hans Frait, TV Passau, punktgleich. Mit einem Klassensieg vor Max Moser, KK Rosenheim und Hans Frait, machte Peter Meinhardt alles klar und gewann die zahlenmäßig stärkste besetzte Klasse mit sieben Teilnehmern den Wintercup.

Diesmal gab es niemanden der alle vier Läufe gefahren hatte, jedoch mehrere die an drei Läufen an den Start gingen.

Insgesamt haben sich die Wintercupläufe seit 2004 bewährt, jedoch mit einem leichten Rückgang der Teilnehmerzahlen. Beim Wintercup 2012/2013 hatten insgesamt 36 Sportlerinnen und Sportler (Vorjahr 51) teilgenommen. Man wird bei der nächsten Tagung über die Termine und Modus sprechen.

Diskutiert wurde auch über das Rennen auf der Tiroler Ache mit dem anschließenden Skilanglauf. Hier fehlt am Kanuziel in Marqartstein die Infrastruktur zum Umkleiden und Aufwärmen, weil nach diesem Lauf einige Sportler erkrankt sind. Dort gibt es am Ziel nur eine überdachte Betongarage. Eine Lösung scheint nicht einfach. Entweder ein anderer Termin, wo es milder ist oder schnell in trockene Kleidung wechseln.

Die Ergbenisse

von Peter Meinhardt (Referent Öffentlichkeitsarbeit Kanu-Wildwasserrennsport im BKV)
Fotos von Gabi und Robert Köstle