Trainer-Ausbildung

 

Referent Ausbildung Wildwasser:
Johann-Fleck-Str. 21, 24106 Kiel
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Die Ausbildung im Deutschen Kanu-Verband e.V.


1. Allgemeine Übersicht

Die Ausbildung des Deutschen Kanu-Verbandes ist in den "Rahmenrichtlinien für die Aus- und Fortbildung von Mitarbeiter/innen des Deutschen Kanu-Verbandes" geregelt. Die DKV-interne Ausbildungsstruktur basiert wiederum auf den Rahmenrichtlinien für die Ausbildung im Bereich des Deutschen Sportbundes. Die nachfolgende Abbildung 1 gibt eine Übersicht, welche Lizenzen über den Deutschen Kanu-Verband erworben werden können.


Abbildung 1: Ausbildungsstruktur des DKV

DKV-Ausbildungsrahmen Kanufreizeitsport Kanuwettkampfsport
1. Lizenzstufe 120 UE Fachübungsleiter/in C
(Kanufreizeitsport)
Trainer/in C (Rennsport,
Slalom, WW-Rennsport,
Polo)
2. Lizenzstufe 60 UE Kanulehrer/in (B)
(Fachübungsleiter/in B)
Trainer/in B (Rennsport,
Slalom, WW-Rennsport,
Polo)
3. Lizenzstufe 90 UE wird nach Bedarf
angeboten
Trainer/in A (Rennsport,
Slalom, WW-Rennsport,
Polo)
4. Lizenzstufe derzeit nicht
vorgesehen
Diplomtrainer/in
Ausbildungsstruktur über
Trainerakademie Köln)

Im Kanufreizeitsport schließt jede Stufe mit einer Lizenz ab; im Kanuwettkampfsport wird eine Trainer/in C-/ B- und A-Lizenz für die jeweils gewählte Disziplin vergeben.

 

2. Träger der Ausbildung

Träger der Ausbildung in der ersten, zweiten und dritten Ausbildungsstufe ist der Deutsche Kanu-Verband.

Da sich die Homepage www.kanu-wildwasser.de primär an einen Personenkreis richtet, der an dieser spezifischen Sportart Interesse hat, zielen die nachfolgenden Hinweise auf den Erwerb des Trainer C, Trainer B und Trainer A ab. Hinweise zu der Fachübungsleiterausbildung beziehungsweise Kanulehrer B-Ausbildung können direkt beim Deutschen Kanu-Verband (Geschäftsstelle, Bertaallee 8, 47055 Duisburg, Tel. 0203/ 99759-12, Fax 0203/ 9975-60, ) eingeholt werden.

 

3. Trainer C (Kanurennsport, Kanuslalom, Wildwasserrennsport)


3.1. Aufgaben des Trainers C

Die Tätigkeit des Trainer C umfasst die Planung, Durchführung und Auswertung des Trainings und der Wettkämpfe von der Grundausbildung, über das Grundlagentraining bis zum Aufbautraining.
Die Basis für seine Arbeit bilden die Rahmentrainingskonzeptionen und Rahmentrainingspläne des jeweiligen Landes-Kanu-Verbandes und des Deutschen Kanu-Verbandes. Sein Tätigkeitsfeld ist die Trainingsarbeit im Verein.

Da der Trainer C u. a. mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, muss seine Tätigkeit durch pädagogische Verantwortung bestimmt sein, zu der altersgemäße, kindgerechte und vielseitige Angebote im Training gehören.


3.2. Ausbildungsvoraussetzungen des Trainers C

Um ein erfolgreiches Absolvieren der Ausbildung und ein erfolgreiches Arbeiten im Verein zu gewährleisten, wird der Nachweis von Ausbildungsvoraussetzungen gefordert.

Formale Voraussetzungen:

  • Mitgliedschaft in einem Verein des DSB
  • DLRG Grundschein oder vergleichbare Ausbildung
  • Erste-Hilfe-Ausbildung über mindestens 8 Doppelstunden (nicht älter als 2 Jahre)
  • Vollendung des 16. Lebensjahres zu Beginn der Ausbildung (Lizenzerteilung erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres)
  • In Ausnahmefällen ist eine Teilnahme ohne Lizenzierung an der Ausbildung ab dem 14. Lebensjahr möglich. Der Einsatz kann als Übungsleiterhelfer unter Aufsicht eines Lizenzträgers erfolgen.
  • Eine Teilnahme an der Ausbildung erfolgt auf schriftlichen Antrag der entsendenden Stelle (Verein, Abteilung, Institution) an den Landes-Kanu-Verband

Individuelle Voraussetzungen:

  • (Kanurennsport): Beherrschen der Kanurennsport-Grundtechniken
  • (Wildwasserrennsport): Beherrschen der Wildwasser-Rennsport-Grundtechniken
  • (Kanuslalom): Beherrschen von kanuslalom-spezifischen Paddelschlag- und Tortechniken in Zahm- und leichtem Wildwasser; möglichst eigene Wettkampferfahrung im Kanuslalom; Besitz eines gültigen Kampfrichterausweises für Kanuslalom (Stufe 1)
  • Vorerfahrungen im Bereich der Vermittlung im Kanusport


3.3. Allgemeine Zielsetzung der Trainer C-Ausbildung

Der Trainer C soll befähigt sein:

  • die Strukturen des Deutschen Sport- und des Deutschen Kanu-Verbandes zu kennen;
  • pädagogische Aspekte im Umgang und im Training mit Kindern und Jugendlichen zu kennen und anzuwenden;
  • die sportbiologischen Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu kennen und zu beachten;
  • die allgemeinen und kanuspezifischen Trainingsinhalte im Grundlagentraining und Aufbautraining, unter Nutzung der Rahmentrainingspläne, zu kennen und anzuwenden;
  • Grundkenntnisse des Bewegungslernens zu erwerben und die rennsport-/slalom-/wildwasserrennsport-/kanupolo-spezifischen Bewegungsabläufe zu kennen, zu erklären und zu korrigieren;
  • mit anderen Erziehungsträgern (Eltern, Schulen, usw.) zu kooperieren.


3.4. Aufbau der Trainer C-Ausbildung (Kanurennsport, Kanuslalom, Wildwasserrennsport)

Die Trainer C-Ausbildung wird nach folgendem Organisationsmodell durchgeführt:

Abbildung 2: Aufbau der Trainer C-Ausbildung

 
* (Die Ausbildung zum Trainer C umfasst insgesamt mindestens 120 UE. Eine spezifische Aufteilung erfolgt entsprechend der jeweiligen Vorgaben der Landessportbünde.)


3.5. Inhalte der Trainer C-Ausbildung (Kanurennsport, Kanuslalom, Wildwasserrennsport)

Die sportartspezifischen Inhalte der Trainer C Ausbildung gliedern sich in folgende Komplexe:

Theoretische Ausbildung: (50 UE)
1. Sport und Gesellschaft 4 UE
2. Pädagogisch-psychologische Grundlagen 8 UE
3. Sicherheitsanforderungen 3 UE
4. Sportmedizin 6 UE
5. Grundlagen der Trainingslehre 8 UE
6. Anfängerschulung 8 UE
7. Bewegungslernen 6 UE
8. Planung, Gliederung und Auswertung des Trainingsprozesses 5 UE
9. Kanusport und Umwelt/Natur
2 UE
  50 UE
Praktische Ausbildung: (30 UE)  
1. Anfängerausbildung 6 UE
2. Technikschulung 8 UE
3. allgemeine Athletik 6 UE
4. allgemeine koordinative Fähigkeiten 6 UE
5. spezifische Leistungsvoraussetzungen 4 UE
  30 UE

 

4. Trainer B (Kanurennsport, Kanuslalom, Wildwasserrennsport)

4.1. Aufgaben des Trainers B

Die Tätigkeit des/der Trainers/in umfasst die Gestaltung des systematischen leistungsorientierten Trainings. Sie schließt die Talentsuche, Talentsichtung und Talentauswahl sowie die Weiterführung der sportlichen Grundausbildung und Leistungsentwicklung in der Sportart ein. Dabei ist der Rahmentrainingsplan der jeweiligen Kanudisziplin zu beachten. Sein/ihr Tätigkeitsfeld ist die Trainingsarbeit im Verein für alle Leistungsklassen und auf Landesebene für D- und D/C-Kader. Vom Landes-Kanu-Verband kann der/die Trainer/in B als Honorarkraft eingesetzt werden.


4.2. Ziele der Trainer B-Ausbildung

Die Inhalte der Trainer/in C-Ausbildung sollen vertieft und der unterschiedliche Wissensstand der Trainer aus- und angeglichen werden.

Der/die Trainer/in B soll befähigt sein:

  • die Gestaltungsprinzipien für den kurz-, mittel- und langfristigen Trainingsaufbau und die Trainingsplanung zu kennen und anzuwenden;
  • allgemeine und spezifische Trainingsinhalte zu kennen und anzuwenden; sich an den Rahmentrainingsplänen des Verbandes orientieren zu können;
  • die medizinischen Grundlagen der Trainingslehre zu kennen und die Entwicklung der konditionellen Fähigkeiten und koordinativen Anforderungen selbständig realisieren zu können;
  • Technikleitbilder der Disziplin aus biomechanischer Sicht und von den Prinzipien der Bewegungslehre her erklären zu können und in der Praxis anwenden zu können;
  • das taktisch-kognitive Verhalten in bezug auf das Taktiktraining zu kennen und anwenden zu können;
  • das Kinder- und Jugendtraining mit seinen besonderen Inhalten und unter dem Gesichtspunkt eines langfristigen, altersgemäßen Trainingsaufbaus zu verstehen und in der Praxis umsetzen zu können; dabei die pädagogisch-psychologischen und medizinischen Aspekte berücksichtigen;
  • Talentsuche, Talentsichtung, Talentauswahl und Talentförderung eigenständig auf Vereins- und Landesebene realisieren zu können.

 


5. Trainer A (Kanurennsport, Kanuslalom, Wildwasserrennsport)

5.1. Aufgaben des Trainers A

Die Tätigkeit des/der Trainers/in umfasst die Gestaltung des systematischen, leistungsfördernden Trainings in einer Disziplin bis zu individuellen Höchstleistungen. Sie schließt die Nachwuchsarbeit sowie das Aufbau- und Anschlusstraining mit ein. Sein/ihr Tätigkeitsfeld ist die Trainingsarbeit mit Bundeskadersportlern/innen, der Einsatz als Bundesstützpunktleiter/in oder als Landestrainer/in. Darüber hinaus ist der Einsatz als Diagnostiker/in oder als Ausbilder/in für C- und B- Trainer/innen denkbar.


5.2. Ziele der Trainer A-Ausbildung

Der/die Trainer/in A soll befähigt sein:

  • Training auf höchster Leistungsebene zu organisieren und durchzuführen;
  • Mehrjahrespläne, deren Zyklisierung und Belastungsdynamik zu kennen und anzuwenden;
  • Rahmentrainingspläne für das Leistungs- und Hochleistungstraining zu kennen und mitzugestalten, individualisieren der Rahmenpläne;
  • die Grundlagen für die Trainingsplanung und Trainingssteuerung zu kennen und anwenden zu können;
  • die sportartspezifische Wettkampflehre, das Anforderungsprofil, die Rennstrukturen und Prognosewerte zu kennen und anwenden zu können;
  • die sportmedizinische (auch ernährungsmäßige), psychologische und soziale Betreuung des/der Sportlers/in zu organisieren und wahrzunehmen;
  • Sportler/innen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen;
  • führungspsychologische Kenntnisse anzuwenden (für die Gestaltung des Verhältnisses: Trainer/in - Athlet/in, Führungsverhalten des/der Trainers/in, Rolle des/der Trainers/in , Trainer/innen-Persönlichkeit);
  • psychologische Grundkenntnisse zur Herausbildung psychischer Eigenschaften, wie Selbstmotivation etc., oder psychoregulative Techniken und mentales Training zu kennen und weiterzuvermitteln;
  • das leistungssportliche Umfeld (medizinische, physiotherapeutische und regenerative Maßnahmen; Zusammenstellen eines Betreuerstabes, Zeitmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Marketing) des/der Sportlers/in optimal zu gestalten;
  • eigene Positionen des/der Trainers/in im Verband und in der Öffentlichkeit darzustellen.

 


6. Prüfung

Die Trainer C-, B- als auch A-Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab.

 


7. Zulassung zur Ausbildung

1.Lizenzstufe (Trainer C):

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung sind

  • Vollendung des 16. Lebensjahres;
  • DLRG-Rettungsschwimmschein Bronze;
  • Nachweis einer Ausbildung in 1. Hilfe.

2.Lizenzstufe (Trainer B):

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung sind

  • die jeweils gültige Lizenz der 1. Ausbildungsstufe (Quereinsteiger, d.h. angehende Kanulehrer, die die Trainer C Lizenz besitzen oder angehende B-Trainer, die die Fachübungsleiterlizenz C besitzen, müssen den jeweils fehlenden Teil der Ausbildung in der 1. Lizenzstufe nachweisen);
  • der Nachweis einer Tätigkeit im Kanusport;
  • die Bestätigung der Meldung über den jeweiligen Landesverband.

3.Lizenzstufe (Trainer A):

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung sind

  • die jeweils gültige Lizenz der 2. Ausbildungsstufe;
  • der Nachweis einer Tätigkeit im Kanusport;
  • die Bestätigung der Meldung über den jeweiligen Landesverband.

Ansprechpartner in Ausbildungsfragen:

Deutscher Kanu-Verband e.V.
Postfach 100315
47003 Duisburg

Referentin für Ausbildung im DKV:
Frau Karin Ebus
Tel.: 0203 / 99759-12
Fax: 0203 / 99759-60
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